Begleitet die echte Grippe (Influenza) die Weihnachts- und Neujahrs-Feiertage. Und beschäftigt uns anschliessend bis zum Frühlingsanfang. Es handelt sich dabei keineswegs um eine Bagatellerkrankung wie etwa die zur gleichen Jahreszeit grassierenden Erkältungen. Zu zweifelhafter Berühmtheit gelangte das Grippevirusanlässlich der Pandemie von 1918 -19, welche mehr Menschenleben forderte als die beiden Weltkriege zusammen. Dabei war nicht allein das Virus schuld an den Todesfällen, aber es bereitete das Terrain vor für eine Reihe bakterieller Folgekrankheiten – beispielsweise Lungenentzündung. Dazu kam, dass die Bevölkerung unter den Folgen des 1. Weltkrieges litt und ein grosser Teil an Medizinal-Personen noch bei den Truppen weilte.

Warum gerade im Winter?

Viren verfügen über keinen eigenen Stoffwechsel. Sie spannen die befallenen Zellen für ihren Zweck ein. Dieser ist sehr einfach zu beschreiben: Fortpflanzung durch Multiplikation. Die neu gebildeten Viren verlassen anschliessend den Wirt und suchen sich neue Opfer. Dazu müssen sie den menschlichen Körper verlassen und sind damit der Aussenwelt ausgesetzt. Dort lauern zwei Gefahren: Austrocknen bei zu hohen Temperaturen und Kälteschäden bei zu tiefen. Ideal ist ein Temperaturfenster zwischen -10°C und +10°C. Also im Winter. Dann kommen noch weitere Faktoren dazu, welche der Verbreitung förderlich sind. Im Winter halten wir uns öfter in geschlossenen Räumen auf und rücken zusammen. Ideale Voraussetzungen also für die Tröpfchen-Übertragung. Zudem ist wegen der kalt-nassen Witterung und der kurzen Tageslichtdauer unser Abwehrsystem oft etwas angeknackst. 

Die nächste Grippewelle kommt bestimmt

Eine Pandemie wie die Spanische Grippe ist bei den heutigen hygienischen und medizinischen Gegebenheiten sehr unwahrscheinlich. Dennoch muss beachtet werden, dass es sich bei der Grippe um eine hoch-infektiöse Krankheit mit sehr unangenehmen Symptomen handelt. Für bestimmte Gruppen, Kleinkinder und alte Leute, kann sie nach wie vor tödlich verlaufen.

Es gibt sehr wirksame Massnahmen, die vor Grippe schützen:

  • Oft kontrovers diskutiert, aber auf Grund der Datenlage trotzdem sehr wirksam, ist die Impfung. Abhängig davon, wie gut das Serum jeweils auf die neuen Mutanten wirkt, bietet sie vollständigen oder immerhin teilweisen Schutz.
  • Erhöhung der hygienischen Massnahmen wir Händewaschen und Oberflächenreinigung.
  • Wenn es trotzdem zur Infektion kommt, sollte man sich beim Auftreten der ersten Symptome „aus dem Verkehr ziehen“, um nicht weitere Menschen anzustecken.

Grippe und Erkältungen haben teilweise die gleichen Symptome, wobei

  • Plötzliches hohes Fieber (38°C – 40°C),
  • Muskel- und Gliederschmerzen, sowie
  • Frösteln und Schüttelfrost

deutlich auf eine Grippe schliessen lassen.

Erste Anlaufstelle: Ihre Apotheke

Zur Behandlung von Grippe und Erkältungskrankheiten kann die Apotheke eine Vielzahl pflanzlicher Medikamente und Produkte der pharmazeutischen Industrie zur Verfügung stellen. Man wird Sie auch rechtzeitig in ärztliche Behandlung überweisen, falls eine solche angezeigt ist.